70jähriges Firmenjubiläum (Quelle IHK Niederbayern)
2016 war ein ganz besonderes Jahr für die insgesamt 52 Mitarbeiter von Reicheneder Reisen, denn der Familienbetrieb konnte sein 70. Firmenjubiläum feiern. Die Erfolgsgeschichte begann im Jahr 1946, als Willi Reicheneder, der Großvater der heutigen Geschäftsführer, in Trieching (Land-kreis Dingolfing-Landau) ein Fuhrunternehmen für Viehtransporte gründete. Das Ein-Mann-Unternehmen wuchs stetig und ein paar Jahre später kamen schon Lastwagen für den Straßenbau, Bergkiesgruben und ein Kieswerk hinzu. 1959 zog der Betrieb nach Wallersdorf um, hier wurde ein großzügiges Grundstück mit Garagen und Werkstätte für die Fahrzeuge erworben. Ab Anfang der 70er Jahre kam auch der Zuckerrübentransport zur Zuckerfabrik nach Plattling hinzu.
1976 erweiterte der Vater der jetzigen Geschäftsführer, Willi Reicheneder, den Geschäftsbetrieb um Busse für den Reise- und Linienverkehr. 1984 entschloss sich die Inhaberfamilie, die Transportsparte mit den LKWs und Kiesgruben zu veräußern, um sich ganz auf die Personenbeförderung mit eigenkonzessioniertem Linienverkehren sowie weiteren Schülerverkehren zu konzentrieren. Damals begann auch die bis heute andauernde Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn. Zur „Wende" im Februar 1990 begann Reicheneder eine eigene Reiseveranstaltertätigkeit in Thüringen und Sachsen und gründete auch den heute noch bestehenden Fahrzeugstandort in Gera. 1994 wurde der Linienverkehr des Omnibusbetriebes Arbinger in Grattersdorf übernommen.
Ein schwerer Schlag traf die Familie, als im Jahr 2004 plötzlich und unerwartet der Firmeninhaber Willi Reicheneder im Alter von 55 Jahren verstarb. Seitdem führen die Brüder Willi und Markus Reicheneder den Betrieb in der dritten Generation. Aktuell sind insgesamt 36 Fahrzeuge, davon acht Reisebusse und 28 Fahrzeuge im Linien-, Berufs- und Schülerverkehr im Einsatz. Im Zuge der stetigen Fuhrparkerneuerung hat das Unternehmen im Jubiläumsjahr in vier neue Reisebusse und zwei neue Linienbusse investiert.